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Loleck - Oder wie erkenn ich ein Plagiat Das Thema Fälschungen veranlasst längst nicht mehr nur Rolex oder Catier Liebhaber zu cholerischen Ausbrüchen oder Weinkrämpfen. Seit der Renissance der mechanischen Armbanduhr wird gefälscht was tickt. Wenn auf der Uhrenbörse ein Verkäufer eine Timex als "garantiert echt" anpreist, sollte das allemal Anlass sein, beim Kauf einer etwas teureren Uhr auf ihre Autentizität zu achten. Kaum etwas verursacht vergleichbar unangenehme Schwindelgefühle wie der Satz des Uhrmachers "gar nicht mal schlecht für einen Chinesen". Grundsätzlich kann man sagen, daß die Wahrscheinlichkeit ein Plagiat angeboten zu bekommen, proportional mit dem Preis und dem Image des Models steigt.
Fälschungen und Mariagen. Fälschungen bestehen aus überwiegend Fremdteilen die nichts mit der vermeindlichen Herstellerfirma zu tun haben und meist billig Ware aus Billig- Ländern sind. Diese Teile, zusammengefügt zu einer Uhr und mit einem leckeren, teuren Nahmen versehen nennt man Fälschungen. Mariagen hingegen können schon überwiegend aus Teilen der betreffenden Marke bestehen. Nur das ein Werk aus einer Rolex X und ein Gehäuse von einer Rolex Y noch keine reinrassige Rolex Z ergeben. Der Wert dieser Mariagen kommt natürlich nicht entfernt an den tatsächlichen Wert des echten Modells heran.
Was also tun , wenn man nicht gleich Fälschungen zu seinem Sammelgebiet erklären möchte?
1. Einen Fachmann fragen. So billig wie sich dieser Rat auch anhöhrt, er spart wirklich Geld und anfangs beschriebene körperliche Beschwerden. Auch wenn man nicht die erste Catier gesehen hat: 4 Augen sehen mehr als 2.
2. Wo kaufen sie? Eine Patek vom Flohmarkt (isse gaaanz billich) eine IWC auf der Bahnhofsrückseite garantiert eine Fälschungstreffsicherheit von 90% und bei den restlichen10% handelt es sich mit absoluter Wahrscheinlichkeit um Hehlerware. Als relativ sichere Gewässer kann man die großen seriösen Auktionshäuser mit eigenen Gutachtern ansehen. Uhrenfachhändler für alte Uhren werden Sie in der Regel auch nicht täuschen. Doch dann wird die Luft schon dünner. Bei den Uhrenbörsen findet sich so manche Niete, die nach dem Motto "auf 10 Kenner kommen 100 Penner" angeboten wird. Und natürlich die beliebten Internet Auktionen, die leider zu einem waren Sumpf für die Plagiateure geworden sind. Hier sollte man sich erst mal die Bewertungen des Verkäufers genau ansehen . Eine Frage nach Echtheitszertifikaten VOR Gebotsabgabe, soll auch schon so manche Mark gespart haben.
3. Sehen Sie sich die Uhr von außen und innen an. Die Verarbeitungsqualität von Uhren der gehobenen Preisklasse ist auch für Laien erkennbar. Lassen sie sich nicht von einer großen Namensgravur auf dem Werk beeindrucken sondern schauen Sie auf die Güte der einzelnen Teile.
4. Haben sie eine Lupe zur Hand. Nur so wird's richtig Interessant. Besondere Beachtung sollten jetzt die Nummern und Stempel auf Werk und Gehäuse finden. Sind einige Gravuren frischer als andere? Sind Marken ausgeschliffen oder verändert? Sind Gehäuse und Werk mit identischen Nummern versehen (ist nicht bei allen Herstellern der Fall)? Gibt es Unstimmigkeiten zwischen Blatt - und Werksbeschriftung ( z. b. auf dem Blatt ein Chronometer und auf dem Werk ein "unadjusted")
5. Sehen sie sich das Blatt mit der Lupe an. Wurden möglicherweise Schriften hinzugefügt ? Wie sieht die Detailqualität aus?
6. Fragen Sie auf jeden Fall nach alten Belegen und lassen Sie sich eine Quittung mit genauer Beschreibung aushändigen.
7. Beim leisesten Zweifel,--------- nicht kaufen.
8. DIE GIER IST DER SCHLECHTESTE RATGEBER
All diese Tips können natürlich nicht 100% vor dem Kauf eines falschen Fuffziger schützen. Es werden auch weiter und im zunehmenden Maße billige Uhren mit großen Namen in kleinen Hinterhofwerkstätten produziert werden. Die ganze Brange lebt von dem Wunsch der Käufer nach prestigträchtigen Namen und der Gier der Käufer nach vermeindlichen Schnäppchen. Hier liegt dann auch der Schlüssel zum Selbstschutz. Wer glaubt auf dem Flohmarkt eine Oyster Precission für knappe 1000,-DM kaufen zu können, ist selbst ein Betrüger. Nur gut das Selbstbetrug nicht strafrechtlich verfolgt wird, sonst würden die Gefängnisse auf die nächsten 100 Jahre ausgebucht sein. Fazit: auch wenn es schwerfällt: immer cool bleiben! Auf der Seite "Aservatenkammer” möchten wir die schönsten, dümmsten, gerissensten und merkwürdigsten Plagiate vorstellen. Da wir selber (zum Glück) nur über eine übersichtliche Zahl Blender verfügen, und da mit Sicherheit viele stolze Besitzer gerne ihre Fakes vorstellen möchten, rufen wir hier zur Mitarbeit an der großen "Blender-Show" auf. Wir laden jeden Besitzer herzlich ein uns ihre blendesten Stücke per jpg. und mit einem kleinen Text zu schicken und verspechen diesen Uhren den Platz zu geben der ihnen gebührt.
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