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Neulich brachte mir ein Nachbar seine Armbanduhr mit den Worten "Die ist seit 35 Jahren ohne Probleme gelaufen, nicht einmal beim Uhrmacher gewesen und nun steht sie. Was kann das bloß sein?"
Erstmal habe ich ihn zu der Qualität seiner Uhr beglückwünscht. Welche Maschine hält schon 35 Jahre Dauereinsatz ohne Wartung und Pflege durch? Hut ab ! Wenn wir bedenken wieviel Schwingungen eine Uhr in der Minute auszuführen hat und diese mal 35 Jahre multiplizieren, kommt eine Zahl heraus die in etwa dem Bruttosozialprodukt ganz Asiens (in guten Jahren) entspricht . Hier ein paar Tips die meinem Nachbarn den Gang zu mir erspart hätten:
1. Seit Murphy wissen wir kein unglücklicher Zufall ist so unwahrscheinlich, daß er uns nicht erwischen würde. Also, die Uhren nur über einem Tisch oder einer ebenen Fläche an- und ablegen.
2. Gerade die Menschen die erst relativ neu zu einem alten Zeitmesser gekommen sind vergessen häufig, daß absolut wasserdichte, mechanische Uhren eher die Ausnahme sind, oder lassen sich möglicherweise durch eine Kennzeichnung der Uhr wie "waterproof/wasserdicht" beeindrucken. Hier sei nur gesagt, der Rost frißt am liebsten unentdeckt. Also, beim Händewaschen oder gar Duschen oder Baden die Uhr unbedingt ablegen.
3. Sollten Sie zu den Dot it yourself Freunden gehören, oder gar selbst Handwerker sein, besorgen sie sich am besten eine schöne Zweituhr vom Kaffeeröster ihres Vertrauens. Eine IWC und ein Presslufthammer vertragen sich auf die Dauer nicht und meist zieht die Uhr den Kürzeren. Also, mechanische Uhren bei Handwerklichen Arbeiten immer ablegen
4. Jeder Autofahrer weiß: das Vehikel braucht nicht nur Sprit sondern ab und zu auch etwas Öl oder Schmierung. Die Kilometerleistung die eine Unruhe zurücklegt kann sich mit der Ihres Wagens messen. Also; geben sie Ihre Uhr alle 3-4 Jahre zum Uhrmacher. Eine Reinigung löst die alten Öle und damit den in den Lagern gebundenen Schmutz.
Alle 10 Jahre eine neue Aufzugsfeder stellt zudem die optimale Gangreserve sicher. Eine Uhr die so behandelt wird, überlebt so manche Generation und ist in vielen Jahren noch immer das, was sie Ihnen heute ist: Eine individuelle, mechanische Kostbarkeit von bleibendem Wert.
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